Am 29. November 2020 wird das Schweizer Stimmvolk über die „Konzernverantwortungsinitiative“ abstimmen. Im März dieses Jahres beschloss das Präsidium der AGCK.CH, mehreren seiner Kirchen und Mitgliedern zu folgen und schloss sich der Plattform „Kirche für Konzernverantwortung“ an.

Die Initiative wurde von Anfang an von kirchlichen Hilfswerken getragen, die sich seit Jahrzehnten vor Ort zusammen mit ihren Partnerorganisationen im Süden für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung mit Taten einsetzen.

Die Initiative beruht auf zwei zutiefst christliche Prinzipien:

  • Die christliche Gemeinschaft, die keine Grenzen kennt, engagiert sich ohne Grenzen für alle Mitmenschen und für die Bewahrung der Schöpfung;
  • Die Wirtschaft steht im Dienst des Menschen.

Heute stehen viele Kirchen, kirchliche Vereinigungen, Kirchgemeinden und Pfarreien sowie Persönlichkeiten aus allen Prägungen und Konfessionen für die Initiative, nicht weil sie politisch oder wirtschaftlich aktiv sind oder sein wollen, sondern weil die Forderungen der Initiative mitten ins Herz der christlichen Ethik und der christlichen Botschaft gehen: Was du nicht willst, dass man dir tut, das füge auch nicht dem Anderen zu, wie Jesus es sein ganzes irdisches Leben lang gezeigt hat!

Die Achtung der Menschenrechte und der Umwelt ist in der Schweiz eine Selbstverständlichkeit! Menschen in Ländern, deren Gesetze und Regierungen in Bezug auf die Grundrechte weniger oder gar nicht sensibel sind, haben wie wir das Recht auf eine gesunde Umwelt und auf angemessene Arbeits- und Lebensbedingungen. Schweizer Konzerne dürfen diese Umstände nicht ausnützen sondern müssen Ihre Verantwortung wahrnehmen. Dies ist die Frage der gleichen Würde aller Menschen, nicht der politischen Couleur. Und in einer globalisierten Welt, die zu unserem Wohlstand beiträgt, müssen Männer, Frauen und Kinder im Süden auf unsere Solidarität zählen können!

Theologische Begründung
Was die Initiative will

Link zu „Kirche für Konzernverantwortung“