Die Charta Oecumenica wurde nach einem mehrjährigen konsultativen Prozess am 22. April 2001 von den Repräsentanten der Konferenz Europäischer Kirchen (KEK), wie auch des Rates der Europäischen Bischofskonferenzen unterschrieben.

Die Charta Oecumenica empfiehlt eine Reihe konkreter Selbstverpflichtungen und Leitlinien zur Umsetzung der wachsenden Zusammenarbeit unter den Kirchen in Europa. Sie nennt dabei wesentliche Bereichen und Herausforderungen, denen die Kirchen in Europa zunehmend gegenüberstehen. Die Charta Oecumenica ermutigt sie, ihnen gemeinsam zu begegnen.

Im Bereich der gemeinsamen Berufung zur Einheit durch Gott: das beharrliche Bemühen um das gemeinsame Verständnis der Heilsbotschaft Christi im Evangelium; das Hinwirken auf eine sichtbare Einheit der Kirche Jesu Christi.

Im Bereich der wachsenden sichtbaren Gemeinschaft der Kirchen: gemeinsame Mission, Dialog miteinander, gemeinsames Handeln und Beten.

Im Bereich der gemeinsamen Verantwortung für Europa: Unser Europa als Christinnen und Christen aufgrund unserer christlichen Werte mitgestalten; den Dialog mit anderen Religionen und Weltanschauungen engagiert, mit Respekt und kompetent führen, insbesondere mit dem Judentum und dem Islam.

Alle Mitgliedkirchen der AGCK.CH haben am 23. Januar 2005 in St. Ursanne die Charta Oecumenica unterzeichnet.

Unterschrift der Charta Oecumenica, Saint-Ursanne, 23.1.2005

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