Oecumenica Preis
Der Oecumenica Preis der AGCK Schweiz wird 2026 zum 3. Mal ausgeschrieben.
Kirche und Ökumene werden lokal oder auf kantonaler Ebene gelebt. Die AGCK Schweiz möchte mit ihrem «Oecumenica Preis» Projekte, Menschen und Initiativen, die ein buntes, lebendiges Bild der Ökumene vermitteln, Lob und Anerkennung aussprechen. Der Preis ist mit 1’000 Franken dotiert.
Vielfältige Formen der ökumenischen Zusammenarbeit haben sich bewährt. «Alle sollen eins sein, [] damit die Welt glaube…» aus Johannes 17, 21 ruft alle dazu auf, die Spaltungen nicht hinzunehmen, sondern weiter auf das Ziel der Einheit der Kirchen hin zu arbeiten. Die europäische Charta Oecumenica – von der 2025 eine aktualisierte 2. Fassung publiziert wurde – gibt wichtige Impulse, die die ökumenische Bewegung, auch in der Schweiz, inspirieren.
Ausgezeichnet werden Personen, Projekte und Initiativen, die Zeichen lebendiger Ökumene setzen | Im Geiste der Charta Oecumenica
Einzelpersonen, Gruppen, Verbände und Gemeinschaften können sich selbst bewerben, eine Drittperson oder ein Projekt vorschlagen:
- Sie sind in der Schweiz verankert.
- Sie wissen sich der europäischen Charta Oecumenica verpflichtet.
- Sie pflegen das Verständnis für unterschiedliche Glaubenserfahrungen.
- Sie fördern eine vielfältige Spiritualität und/oder Theologie.
Die Jury 2026
Diese fünf Personen gehören der ökumenischen Jury 2026.
Emma van Dorp
Emma van Dorp studierte reformierte Theologie an den Universitäten Genf und Münster/D. Sie erwarb einen Master in Advanced Studies am Ökumenischen Institut Bossey und absolvierte ein Praktikum bei der Kommission für Glauben & Kirchenverfassung des Ökumenischen Rates der Kirchen. Derzeit ist sie Doktorandin an der theologischen Fakultät der Universität Genf. Ihre Forschungen zielen darauf ab, den Gemeindeglauben in der reformierten Tradition neu zu bekräftigen. Eine Wiederentdeckung durch eine Untersuchung der Ekklesiologie der Reformation und der Ekklesiologie der zeitgenössischen ökumenischen Bewegung.
Georgiana Huian
Georgiana Huian hat Philosophie in Bukarest/RO und Tübingen/D studiert. Sie hat einen Master in Europäischen Studien (Katholieke Universiteit Leuven/B) und in orthodoxer Theologie (Universität Bukarest). Promoviert hat sie an der Sorbonne in Paris und in Bukarest. Seit September 2018 ist sie Assistenzprofessorin für Systematische Theologie und Ökumene am Institut für Christkatholische Theologie der theologischen Fakultät Bern. Ihr Lebenslauf und die vielfältigen Schwerpunkte ihrer Studien (Bukarest, Löwen, Oxford, Paris und Tübingen) weisen Georgiana Huian als durch und durch ökumenische Theologin aus.
Daniel Imboden
Daniel Imboden leitet seit Juni 2022 die Heilsarmee Schweiz als CEO. Er hat einen Abschluss in praktischer Theologie (UNISA) und hat in Luzern ein Heimleiterdiplom erworben. Sein Berufsweg ist vielseitig: Leitung eines Kinderheims der Heilsarmee, der Gemeinde in Winterthur, Leitung der Ausbildung für die Offiziere, Personalverantwortlicher. Somit ist er ein ausgeprägter Kenner der Arbeit «an der Basis». Er ist in der Jury, weil ihm ein tatkräftiger Glaube wichtig ist und weil er die Zusammenarbeit unter Christinnen und Christen fördern will.
Renate Dienst
Renate Dienst studierte in Heidelberg, Bern und Zürich evangelische Theologie. 1990 wurde sie ordiniert und arbeitete seitdem in unterschiedlich geprägten Kirchgemeinden. Seit 2019 ist sie Pfarrerin der Evangelisch-Lutherischen Kirche Bern und wurde 2022 zur Präsidentin des Bundes Evangelisch-Lutherischer Kirchen in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein (BELK) gewählt. Lag in der Zeit als Pfarrerin einer deutschen Landeskirche der Schwerpunkt der Arbeit eher im Bereich der Religionspädagogik, so hat sich dieser nun in der Tätigkeit in einer Diasporakirche in der Schweiz zur Ökumene hin verschoben. Sie ist hier sowohl in Bern, auf kantonaler Ebene und schweizweit engagiert.
Felix Gmür, Präsident der Jury
Felix Gmür studierte Philosophie, Theologie und Kunstgeschichte in Fribourg, München, Paris und Rom. Die Studien schloss er 1994 mit einem Lizenziat in Theologie, 1997 mit einem Doktorat in Philosophie und 2011 mit einem Doktorat in Theologie ab. Die Priesterweihe fand am 30. Mai 1999 in St. Karl in Luzern statt. Er war mehrere Jahre als Pfarrei-seelsorger, Diakon, Vikar, Pfarreiadministrator und mitarbeitender Priester tätig. Das Dom-kapitel der Diözese Basel wählte ihn am 8. September 2010 zum Bischof. Papst Benedikt XVI. bestätigte die Wahl und am 16. Januar 2011 wurde Felix Gmür von Kardinal Kurt Koch zum Bischof geweiht. Für die Schweizer Bischofskonferenz ist Bischof Gmür für das Dikasterium «Dialoge» verantwortlich und vertritt somit die Römisch-katholische Kirche in der AGCK Schweiz.
Bewerbungsformular (Bewerbungsfrist: 31.5.2026)
Ich bewerbe mich oder ich schlage folgende Person/folgendes Projekt vor:
Auskunft
Auskunft erteilt die Generalsekretärin der AGCK Schweiz.
Mail
Tel.: 031 370 25 01
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.