• Die Generalsekretärin setzt die Entscheide des Präsidiums um.
  • Sie vertritt die AGCK.CH nach aussen, mit den Mitgliedern des Präsidiums.
  • Sie organisiert die Treffen des Präsidiums und die jährlichen Plenarversammlungen.

Die AGCK Schweiz verfügt über ein Generalsekretariat mit 50 Stellenprozenten.

Anne Durrer
Generalsekretärin seit 2.8. 2017

Freudinnen und Freunde in Christus

Seit ihren Anfängen war die Schweizer Ökumene zunächst ein Anliegen der beiden grossen „historischen“ Kirchen, der römisch-katholischen und den evangelisch-reformierten Kirchen, gewesen, weil diese Kirchen etabliert waren, weil die Schwierigkeiten und gegenseitigen Animositäten viele Menschen in ihrem Glaubensleben und oft auch in ihrem persönlichen Leben betroffen waren, weil sie zu den wichtigsten theologischen Themen Expertinnen und Vordenker hatten. Nach zwei Weltkriegen ist in den Kirchen ein pazifistischer Aufschwung entstanden, mit dem Bewusstsein, dass sie gemeinsam dazu beitragen können – müssen, den Frieden in Europa im Licht Christi zu schaffen.

Viele Kirchen in Europa haben sich in dem anspruchsvollen Motto, das sich wie ein roter Faden durch die erste ökumenische Versammlung 1989 in Basel zog, wiedererkannt: Gerechtigkeit, Frieden, Bewahrung der Schöpfung – ein Programm, das auch heute nichts an Aktualität verloren hat.

Im Laufe der letzten Jahrzehnte hat sich in der Schweiz das Gleichgewicht der Kirchen verändert : Die traditionellen Kirchen verlieren Mitglieder; die Anzahl Personen, die sich als konfessionslos bezeichnen steigt ständig; durch Immigration kommen Christinnen und Christen anderer Konfessionen zu uns; neue Kirchen, besonders evangelische, kommen auf.

Im Jahr 2018 sind in der AGCK Schweiz zwölf Kirchen miteinander im Gespräch und drei weitere nehmen als „Gäste“ daran teil.

Heute werden andere Formen des ökumenischen Dialogs, die weit entfernt von akademischen oder institutionalisierten Treffen sind, ausprobiert: Das Global Christian Forum, Ein Gebet voraus, Jesus Celebration 2033, Europe Shall Be Saved 

Während die Dossiers zum Stillstand gekommen sind (z.B. eucharistische Gastfreundschaft) und die Verfechter der ersten Stunde manchmal resigniert haben, ist bei Austauschtreffen, bei denen man sich auf gleicher Augenhöhe begegnet und kennenlernt, gemeinsam Gottesdienst feiert und gemeinsam betet und bei denen jede und jeder an ihrem, seinem Platz dient, ein neuer Elan, eine echte Freundschaft füreinander entstanden, ganz nach dem Gebot : « Liebt einander! ».

Eine Frage bleibt offen: Inwiefern kann diese Ökumene der zwischenmenschlichen Begegnungen zumindest teilweise die institutionelle Ebene der Kirchen einbeziehen? Denn es ist die Kirche in all ihrer Dimensionen, die die von Christus gewollte Einheit vertiefen soll.

Für diese Ökumene setze ich mich innerhalb der AGCK.CH mit Freude ein.