Sechs Kirchen und kirclichen Vereinigungen haben am 21. Juni 1971 diese nationale ökumenische Plattform «über dem Taufbecken» gehalten: Die Evangelisch-reformierte Kirche, die Römisch-katholische Kirche, die Christ-katholische Kirche, die Evangelisch-methodistische Kirche, der Bund der Baptistengemeinden in der Schweiz und die Heilsarmee. Seitdem haben sich sechs weitere Kirchen und vier Kirchen/kirchliche Verbände «im Gaststatus» den Gründungsmitgliedern angeschlossen und nehmen an dem Austausch teil, der auf höchster kirchlicher Ebene praktiziert wird, da die Mitglieder in der Regel leitende Persönlichkeiten in die Gremien der AGCK.CH delegieren.

 

 

Im Vorwort der Vorstellungsbroschüre von 2016 schrieb der damalige Präsident der AGCK Schweiz (2015 – 2016), Bischof Harald Rein (Christkatholische Kirche in der Schweiz):

«Alle Kirchen haben drei Aufgaben: Gottesdienst feiern, das Evangelium Jesu Christi verkünden und diakonisch handeln. Damit das aber als Gemeinschaft funktioniert, ist Kommunikation auf allen Ebenen wichtig, nach innen und nach aussen.»

 

Mögen alle in der AGCK verbundenen Kirchen mit mutigen und beharrlichen Schritten zunehmend sichtbar machen, dass sie in Jesus Christus eins sind. Bischof Harald Rein, CKK

«[Die] Geschichte [der AGCK.CH] ist zugleich ein Spiegelbild des kirchlichen und gesellschaftlichen Wandels. In den Anfängen lag im Kontext der ökumenischen Bewegung der Schwerpunkt auf der Suche nach kirchlicher Einheit, die nicht nur den Glauben und die gegenseitige Anerkennung im Auge hatte, sondern auch die Suche nach institutionellen Konsequenzen. Dabei kam man sich in vielem nahe (z.B. gegenseitige Anerkennung der Taufe, bei einem Konfessionswechsel wird nicht neu oder wieder getauft). Die 2005 gemeinsam unterzeichnete Charta Oecumenica ist ein Ausdruck davon.»

So wird in diesem Jubiläumsjahr eine siebte Kirche, die Neuapostolische Kiche in der Schweiz, die Erklärung von Riva San Vitale von 2014 unterzeichnen können.

«Auch gab es durch die Aufnahme neuer Mitglieder einschliesslich der Migrationskirchen und die sich vertiefenden Kontakte mit den Freikirchen eine weitere Vielfalt in der zu suchenden Einheit.»

Die AGCK.CH hat 2017 dem VFG und 2020 dem Dachverband Réseau évangélique suisse – Schweizerische Evangelische Allianz den Gaststatus verliehen.