Die Idee des Global Christian Forum entstand 1998 im Ökumenischen Rat der Kirchen, um den Austausch mit den evangelisch-charismatischen Kirchen zu pflegen, die in keinen ökumenischen Weltgremien vertreten sind. Ein solches Forum ist für die Westschweiz in Planung.


Lasst uns teilen, zuhören und Zeugnis ablegen

Offizielles Foto des Forums von Lyon, im Oktober 2018

Die Idee des Global Christian Forum entstand 1998 im Ökumenischen Rat der Kirchen (ÖRK). Seitdem fanden drei weltweite und mehrere kontinentale, regionale oder nationale Treffen statt, darunter das erste „Forum chrétien francophone“ in Lyon, vom 28. bis 31. Oktober 2018 auf Einladung der Kirchen Frankreichs.

Etwa 200 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Frankreich, Belgien und der Westschweiz traffen sich Ende Oktober 2018  in Valpré, einem Vorort von Lyon (F). Alle christliche Konfessionen waren vertreten: römisch-katholisch und christ-katholisch, orthodox und orientalisch, evangelisch (reformiert, lutherisch, anglikanisch, methodistisch) und die ganze evangelisch-pfingstlich-charismatische Bewegung.

Die Leitidee ist nicht, wieder eine Fachdiskussion unter Spezialisten zu lancieren, sondern eine Plattform zu bieten, um persönliche Glaubenserfahrungen auszutauschen, sich gegenseitig inspirieren zu lassen und gemeinsam Zeugnis abzulegen, nach dem Motto: Lasst uns teilen, zuhören und Zeugnis ablegen. Ein christliches Forum findet eher auf der persönlichen Beziehungs- als auf der institutionellen Ebene statt. Das Forum ist eine Ökumene von unten und kein „höfliches“ Treffen Religionsführer.


Das Global Christian Forum will einen offenen Raum schaffen, „in dem sich Vertreterinnen und Vertreter eines breiten Spektrums von Kirchen und kirchlichen Organisationen, die den dreieinigen Gott und Jesus Christus als ganz Menschen und ganz Gott bekennen, versammeln können, um gegenseitigen Respekt zu fördern, gemeinsame Herausforderungen zu erforschen und gemeinsam anzugehen“ (Global Christian Forum, Guiding Purpose). Denn, nach dem schönen Satz, der vor Ort in Lyon gehört werden konnte:

«Man kämpft nicht mehr gegen den, der sein Freund geworden ist».

Nach dem Rückkehr aus Lyon hat sich der Wunsch kristallisiert, dieses inspirierende Ereignis in einem bescheideneren Rahmen zu reproduzieren. Eine kleine Gruppe von Menschen, die von ihrer Erfahrung in Lyon begeistert ist, beginnt mit der Organisation eines christlichen Forums für die französischsprachige Schweiz, voraussichtlich in 2021.

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