Die Neuapostolische Kirche schafft neues Ökumenereferat

International

Der internationale Dachverband der Neuapostolischen Kirche NAKI institutionalisiert das Thema Ökumene: Die langjährige Arbeitsgruppe „Kontakte zu Konfessionen und Religionen“ hat ihr Mandat erfüllt. Um dem Thema zukünftig entsprechende Aufmerksamkeit zu widmen, wird ein Referat für Ökumenefragen geschaffen. Diese internationale Koordinationsstelle wird anderen Konfessionen und Religionen als Kontakt dienen. Weitere Aufgaben sind die Beratung der internationalen Kirchenleitung und die Unterstützung der regionalen Ansprechpartner. Diese internationale Koordinationsstelle wird im Auftrag der internationalen Kirchenleitung anderen Konfessionen und Religionen als Kontakt dienen. Diese Position werden bis auf weiteres Bischof Peter Johanning und sein Vertreter Apostel Arne Hermann übernehmen. Beide vertreten bereits die Neuapostolische Kirche in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland.

 Fragen der ökumenischen Strategie längst beantwortet
Die Stabstelle löst mit Jahresbeginn 2024 die Arbeitsgruppe Kontakte zu Konfessionen und Religionen (AG KKR) ab. Rund 25 Jahre lang war dieses Gremium im Auftrag der Kirchenleitung in Sachen Ökumene unterwegs. Ihr Arbeitsauftrag galt der Erörterung von Grundsatzthemen: Welche Strategie verfolgt die internationale Kirche im Bereich Ökumene? Sind Mitgliedsbeteiligungen in den verschiedenen ACK möglich? Wo liegen die Chancen, wo die Grenzen? Diese Fragen sind längst beantwortet. Heute zählt die Neuapostolische Kirche vor allem in Europa, aber auch in anderen Ländern dieser Welt zu den ökumenischen Kirchen, was an den zahlreichen Mitgliedschaften in ökumenischen Organisationen ablesbar ist. In den Niederlanden, in Luxemburg, in der Schweiz, in Österreich und in Deutschland gibt es ACK-Mitgliedschaften auf allen Ebenen.

 Zentrale für überregionale KontakteSeit dem 1. Januar 2024 kommt daher ein neues System zum Tragen: Aus einer Arbeitsgruppe wird eine Stabsstelle bei NAKI. «Ein guter Ansatz», stellt Bischof Peter Johanning fest, der schon seit Gründung der ersten Gruppe in ökumenischen Fragen mitgearbeitet hat. Heute übernehmen die einzelnen Gebietskirchen die lokalen und regionalen Ökumeneaufgaben selbst. Alle europäischen Gebietskirchen haben mittlerweile eigene Ökumenebeauftragte, die sich insbesondere um ein abgestimmtes Vorgehen auf lokaler und regionaler Ebene bemühen. Die Kontakte zu anderen Ökumene-Kirchen sind gut und nachhaltig.