Die Plenarversammlung der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in der Schweiz (AGCK.CH) hat am 4. November 2020 den orthodoxen Theologen Milan Kostrešević zu ihrem neuen Präsidenten gewählt. Es ist das erste Mal in ihrer fast 50-jährigen Geschichte, dass die AGCK Schweiz einen Präsidenten aus einer orthodoxen Kirche hat. Milan Kostrešević tritt sein Amt am 1. Januar 2021 für eine Amtszeit von zwei Jahren an. Die Versammlung wurde per Videokonferenz abgehalten, mit einer eingeschränkten Tagesordnung aufgrund des Coronavirus.

«Als Präsident», so Milan Kostrešević, «möchte ich die fruchtbare Arbeit zwischen den Mitgliedskirchen der AGCK.CH fortsetzen, sowohl den historischen Kirchen in der Schweiz als auch denjenigen, die sich später hier niedergelassen haben. Die Coronavirus-Pandemie – mit all den Sorgen, die durch Schutzpläne, Verbote und manchmal massive Einschränkungen der Zahl der Menschen, die gemeinsam Gottesdienst feiern dürfen, hervorgerufen werden – ist auch für die Kirchen eine grosse Herausforderung. Ich möchte besonders die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen den Kirchen in der heutigen Zeit betonen. »

«Während meiner Präsidentschaft feiert die AGCK.CH ihr fünfzigjähriges Bestehen, und ich werde dafür sorgen, dass sie ihr Jubiläum in Würde feiern kann. Ich möchte an die Bedeutung des ökumenischen Dialogs im gegenwärtigen gesellschaftlichen Kontext erinnern. Die AGCK.CH muss in der Lage sein, ihre Mission in Freundschaft und christlicher Hoffnung fortzusetzen. Ich werde versuchen, im Rahmen unserer Themenblöcke, die der Bibel gewidmet sind, hervorzuheben, inwieweit sie uns miteinander verbindet, ohne die Fragen zu verdecken, bei denen die Meinungen auseinander gehen. »

Milan Kostrešević erhielt 21 von 23 Stimmen.

Biographische Angaben

Mitteilung aus der Plenarversammlung (zum Download)