Politisches Engagement lohnt sich für christliche Jugendverbände

Das Bundesamt für Sport BASPO hat die Zusammenarbeit mit zehn christlichen Jugendverbänden, die teils über zwanzig Jahre Ausbildungslehrgänge und Lager in Zusammenarbeit mit Jugend und Sport (J+S) durchgeführt hatten, per Ende 2017 gekündigt und die Fördergelder gestrichen.

Diese Verbände stellten die Glaubensförderung zu sehr in den Mittelpunkt, schloss sich das BASPO der Argumentation des Bundesamts für Sozialversicherungen an. Diese Jugendverbände können damit unter dem Label J+S keine Leiter mehr ausbilden und die lokalen Gruppen keine J+S-Lager mehr durchführen. Während der Vernehmlassung zu den Verordnungsanpassungen hat der Bundesrat nun entschieden, die nachteilige Verordnungsänderung doch nicht in Kraft zu setzen. Der Schweizerische Evangelische Kirchenbund und die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in der Schweiz haben sich an der Vernehmlassung beteiligt. An der Kundgebung am 1. Juli 2017 haben 1‘400 Jugendlichen und Kindern auf dem Bundesplatz teilgenommen. Bundesparlamentarier und –parlamentarierinnen haben sich bei Bundesrat Guy Parmelin für die Anliegen der betroffenen christlichen Jugendverbände eingesetzt. Gegenwärtig werden Gespräche zwischen einer Delegation des BASPO und den christlichen Jugendverbänden geführt, um zu klären, unter welchen Bedingungen die jahrzehntelange gute Zusammenarbeit weitergeführt werden kann. Das politische Engagement hat sich gelohnt.


Hoher ökumenischer Gast in Genf

Ein hoher Gast wurde unter blauem Himmel am 21. Juni 2018 in Genf empfangen. Der ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) feierte seinen 70. Geburtstag. Der Besuch im ÖRK von Papst Franziskus wurde als Pilgerweg der Dankbarkeit dargelegt, unter dem Motto „Gemeinsam unterwegs sein, beten und arbeiten“. Franziskus‘ Anwesenheit ist „ein Zeichen der Hoffnung und der Ermutigung für die Mitgliedkirchen des ÖRK und viele Menschen guten Willens weltweit“, so die ÖRK-Vorsitzende Agnes Abuom. Ansprache des Heiligen Vaters


Vater Unser – Neue Übersetzung des 6. Gebotes auf Französisch

Die Westschweizer Kirchen – römisch-katholische, reformierte und evangelische – führten zu Ostern 2018 erstmals gemeinsam die neue Übersetzung des 6. Gebotes vom Vaterunser ein. In der französischen Version heisst es nun „Und lasse uns nicht in Versuchung geraten“. Diese neue Übersetzung, die bereits in Frankreich und anderen französischsprachigen Ländern eingeführt worden ist, ist im Rahmen einer umfangreichen Konsultation zwischen den verschiedenen Kirchen der Westschweiz in einer ökumenischen Übereinkunft beraten worden.

Mit ihrer Wahl der neuen, gemeinsamen Übersetzung und durch die gleichzeitige Einführung in ihre Liturgie bestätigen die beteiligten Kirchen ihren Willen, in einem Geist der Einheit zusammenzuarbeiten. Obwohl die erste ökumenische Übersetzung des Vaterunsers 1966 in der Westschweiz eingeführt wurde, freuen sich alle, dass die Gesamtheit der Gläubigen weiterhin auf diese Weise dasselbe universelle Gebet weiterbeten kann, das Jesus gelehrt hat.


SchöpfungsZeit 2018 – taste, fühle, begreife

Um den Tastsinn geht es während der SchöpfungsZeit 2018. Der Slogan „Taste, fühle, begreife“ regt an, unsere Umwelt mit den Händen zu erkunden. Denn wer die Schöpfung „be-greift“, stösst auf die in den Dingen liegende göttliche Wirklichkeit. Und Kirchen und Kirchgemeinden haben die Gelegenheit auf Gottes umfassende und fürsorgliche Liebe für seine Geschöpfe auf vielfältige Weise aufmerksam zu machen. Die Aktion ist Teil einer Reihe zu den fünf Sinnen, die von 2016 bis 2020 läuft.


Davos: Aktion der Kirchen während dem WEF erhält das Oecumenica Label

Die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in der Schweiz (AGCK.CH) verlieh am 22. Januar 2018 das Oecumenica-Label dem Projekt "Schweigen und Beten" der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Davos (AKiD). Seit 1999 wird jedes Jahr während dem Weltwirtschaftsforum (WEF) eine tägliche ökumenische Gebetswache von 18 bis 21 Uhr in der Kirche St. Johann in Davos organisiert. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer beten für die Opfer des Neoliberalismus und für die Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger in Politik, Wirtschaft und Kirchen. Die Übergabe des Labels erfolgte im Davoser Rathaus unter Anwesenheit des Davoser Landammanns (Gemeindepräsidenten), Tarzisius Caviezel, sowie zahlreicher eingeladener Gäste. Bild: Im Namen des Präsidiums der AGCK Schweiz übergibt Pfarrer Jörg Winkelströter das Label an Irma Wehrli, Präsidentin AKiD.