«Der Weg zur Einheit ist kein Sonntagsspaziergang.» (Felix Gmür)

An der Jubiläumsveranstaltung der AGCK.CH am 17. November 2021 in Basel wurde eine Podiumsdiskussion mit leitenden Persönlichkeiten der Mitgliedkirchen durchgeführt. Das Thema: Die Zukunft der Ökumene in der Schweiz mit einem Fokus auf den Beitrag der Kirchen für «das Leben der Welt», ausserhalb der jeweiligen Gotteshäuser. Die Diskussion wurde von zwei methodistischen Pfarrerinnen moderiert, Claudia Haslebacher (ganz links auf dem Bild) und Iris Bullinger. Daran nahmen teil (v.l.n.r.): Bischof Dr. Harald Rein, Christkatholische Kirche in der Schweiz, Bischof Dr. Felix Gmür, Präsident der Schweizer Bischofskonferenz, Pfarrerin Rita Famos, Präsidentin der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz, Bischof Andrej Ćilerdžić, Serbisch-orthodoxe Kirche, Christian Kuhn, Geschäftsleiter des Réseau évangélique suisse und Prof. Dr. Jörg Stolz, Religionssoziologe, als Experte.

Immer mehr Menschen gehören zwar keiner Kirche, haben jedoch Erwartungen an Kirche, so Rita Famos: Kirche soll engagiert, authentisch und ökumenisch sein. Sie muss sich für sozial Benachteiligte engagieren und das jüdisch-christliches Kulturgut pflegen. Für Mitglieder stellen ihre Kirche eine geistliche Heimat dar, die christliche Werte übermittelt und rituelle Begleitung anbietet; die da ist, wenn man sie braucht (spezielle Seelsorge); die einen Ort anbietet, wo man sich punktuell engagieren kann. Für die Kerngemeinde muss Kirche dialogisch und partizipativ sein, also ein Ort sein, wo man sich engagiert. Sie muss eine verlässliche Gemeinschaft sein.

«Was Kirche unglaubwürdig macht, ist Macht und Geld und Missbrauch, auch Missbrauch an der Schöpfung.» Felix Gmür

Hingegen ist Kirche glaubwürdig, wenn sie ihrem Auftrag entspricht, welcher aus dem Evangelium stammt, erinnert er. Die Frage, ob es Unterschiede zwischen kleinen und grossen Kirchen, zwischen Landes- oder Freikirchen gibt, sei überholt. Für Harald Rein haben sich die klassischen Unterschiede aufgelöst, die Kirchen treffen sich in der Mitte, auch theologisch. Ein neues Phänomen sei aber feststellbar: Freikirchen wollen mitgestalten und streben nach staatlicher Anerkennung. Die Grundfunktionen aller Kirchen sind die Gleichen: Gottesdienst, Seelsorge, Verkün-digung, die Erwartungen sind sehr ähnlich. Die Kirchen fokussieren sich immer mehr auf ihre Kernaufgaben. Der einzige Unterschied betrifft heute das Verhältnis von Distanz und Nähe zur «eigenen» Kirche: Für die Mitglieder einer Freikirche ist die Nähe eine Selbstverständlichkeit (bewusste Mitgliedschaft). Bei den anderen Kirchen will jedes Mitglied selbst darüber entscheiden.

«Um zu eruieren, was Kirche ist, muss man auch die Geschichte des Landes kennen.» Andrej Ćilerdžić

Andrej Ćilerdžić empfiehlt allen, die ökumenische Kirchengeschichte der Schweiz zu studieren, das sei nötig, wenn man ein guter Bischof in einem reformierten Land sein will. Die Orthodoxie ist eine Bereicherung für die Schweiz, «wir wollen unseren Beitrag zur Integration leisten».

Was leisten denn die Kirchen für unsere Gesellschaft, das andere Akteure wie Politik, Wirtschaft oder Freizeitvereine nicht leisten können? Die Kirchen sind der Leib Christi; sie sind Trägerinnen des Evangeliums (der Frohen Botschaft). Im Kontext der aktuellen Pandemie wurde ein Bedürfnis nach Spiritualität und Erlösung feststellbar, betont Christian Kuhn. Die Kirchen können Vergebung und Versöhnung mit Jesus Christus anbieten. Durch die Kraft seines Geistes können sie eine Antwort auf das «warum» der Existenz geben.

«Die Freude über den Sieg der eigenen Fussballmannschaft ist niemals mit der Freude vergleichbar, Teil des Leibes Christi zu sein.» Christian Kuhn (Fussball-Fan)

Die Kirchen müssen sich ständig vor Gott verantworten. Das bedeutet Rechtschaf-fenheit, Respekt, ethische Normen und die Kraft, sich für Gerechtigkeit und Frieden einzusetzen. Die Kirchen können der Gesellschaft wichtige Impulse geben, da das Evangelium auf die Grundbedürfnisse trifft. Die soziale Arbeit der Kirchen stellt einen konkreten Beitrag «ausserhalb des Clubs» dar. Bemerkenswert ist auch das kirchliche Engagement für Religionsfreiheit.

«Die Religiosität nimmt in Europa ab. Die Welt hingegen wird religiöser.» Jörg Stolz

Die Weitergabe des Glaubens «funktioniere» nicht mehr, das ist  ein Generationenphänomen, betont der Experte, das überall in Europa zu beobachten ist, aber auch in den USA und in Australien, in hoch industrialisierten Ländern. Die Welt hingegen wird religiöser! Armut und die Anzahl Kinder in den Familien tragen zur Religiosität bei. Dieser Zusammenhang wird seine Relevanz aufgrund der Migration behalten.ene und interreligiöser Dialog sind sehr wichtig, man wird zusammenarbeiten müssen, das ist vor allem für Migrationskirchen wesentlich. Man muss gemeinsam über Demokratie, Menschen-rechte und Frieden sprechen, das ist einer der wichtigsten Beiträge, die man leisten kann. Den Glauben weiterzugeben ist eine grosse Herausforderung. Junge Menschen wollen gestalten, wollen ihre Sorgen und Themen einbringen. Die Kirchen müssen dafür Räume schaffen – auch für eine Klimajugend – und sie in Berührung mit dem Evangelium bringen.

Berichterstattung: Anne Durrer, AGCK.CH

Welchen Beitrag leistet jede Kirche auf dem Weg zur Einheit?

Römisch-katholische Kirche
Der Papst, einheitsstiftend, sichtbar

Allianz/Réseau évangélique
Die gelebte Bereitschaft, sich mit den anderen zu konfrontieren, voneinander zu lernen, sich in Frage zu stellen

Ev.-reformierte Kirche
Die Erfahrung mit diskursiven und partizipativen Prozessen, als «aufmüpfige Schwester», die nach Gleichstellung und Partizipation strebt. Und: die theologische Bearbeitung aktueller Fragen

Christkatholische Kirche
Vorleben, wie das altkirchliche Konsensprinzip einsetzbar ist

Serbisch-Orthodoxe Kirche
Die westliche Verankerung der Orthodoxie, die die westliche Kultur kennenlernt und vermittelt. Verständnis für den Kontext und für andere Kontexte

Der Diskussion zuhören (Deutsch/Franz.)
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Singende Gemeinschaft im Advent 2021

Die Mitgliedkirchen des Lutherischen Weltbundes (LWB) bereiten sich auch in der diesjährigen Adventszeit mit Musik, Andacht und einem 27-tägigen Adventskalender voller Videos von Advents- und Weihnachtsliedern aus aller Welt auf das Kommen Christi vor.

Zum Kalender

In dieser vierten Auflage des Online-Adventskalenders «Singende Gemeinschaft» steuern wieder verschiedene lutherische Kirchen weltweit Advents- und Weihnachtslieder aus ihrem jeweiligen Kontext bei. Die Lieder sollen die Hoffnung der Adventszeit zum Ausdruck bringen. Im zweiten Jahr in Folge ist die Adventszeit sehr stark von der Pandemie geprägt, die uns alle vor grosse Herausforderungen stellt. Der Adventskalender ist eine grossartige Chance, Einblicke in das Leben anderer Kirchen weltweit zu erhalten.


Grosse Sportveranstaltungen und Menschenrechte: wo bleibt das Fair play?

Anlässlich des internationalen Menschenrechtstages am 10. Dezember 2021 greift die Evangelisch-reformierte Kirche Schweiz (EKS) in ihrem Text «Menschenrechte sind kein Spiel» Rechtsverletzungen im Emirat Katar auf. Spätestens die Vorbereitungen zur Fussballweltmeisterschaft 2022 offenbaren die prekäre Lage der Arbeitsmigrantinnen und -migranten im Wüstenstaat.

Wie ist Fairplay auch neben dem Spielfeld möglich? Zusammen mit der Menschenrechtsorganisation ACAT-Schweiz spricht sich die EKS anlässlich des Menschenrechtstages am 10. Dezember für die Einhaltung der Menschenrechte in Katar aus. Die bei uns selbstverständlichen Freiheits- und Persönlichkeitsrechte haben in dem Emirat keine Gültigkeit. Das wirft die grundsätzliche Frage nach den Kriterien für die Vergabe von internationalen sportlichen Grossveranstaltungen auf. Auch wenn die FIFA sich eine Human Rights Policy gegeben hat, verbesserten sich die Lebens- und Arbeitsbedingungen von ausländischen Arbeitskräften im Land kaum.

Verbunden mit dieser Verlautbarung hat die ACAT Schweiz ein thematisches Dossier und eine Petition vorbereitet. Menschenrechtstag

Menschenrechte sind kein Spiel
Kampagnendossier ACAT
Petition ACAT

Webseite ACAT

Der Tag der Menschenrechte
Der Tag der Menschenrechte ist der Gedenktag zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, die am 10. Dezember 1948 durch die UNO-Vollversammlung verabschiedet wurde. Er wird jedes Jahr weltweit
am 10. Dezember begangen.


Jubiläumsveranstaltung: Seit 50 Jahren «für gute Ökumene» in der Schweiz

Die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in der Schweiz feierte am 17. November ihr 50. Jubiläum in der Predigerkirche von Basel. Etwa 90 Gäste aus dem In- und Ausland haben am Jubiläumsanlass teilgenommen, um Vorgängerinnen und Vorgängern zu danken, um Jesus Christus zu loben, der uns den Weg der Einheit aufzeigt und um Impulse für die Zukunft der Ökumene zu gewinnen. Unsere Aufgabe ist, die Einheit – in der Vielfalt aller Konfessionen – sichtbar zu machen. Seit 50 Jahren und für die kommende Zeit.

Die Vergangenheit
Wie es sich bei einem Jubiläum gehört, hat der Präsident der AGCK Schweiz – der Serbisch-orthodoxe Theologe Milan Kostrešević – in seiner Festrede einen Blick auf die Vergangenheit der Institution geworfen. In den letzten Jahren hat sich die AGCK.CH aktiv für eine gegenseitige Taufanerkennung engagiert, welche bisher von sechs Kirchen in der Schweiz unterschrieben gewesen war. Im Jubiläumsjahr kam eine Siebte dazu. Seit der Gründung sind vier orthodoxe Kirchen Mitglieder geworden und die Beziehungen mit den Freikirchen wurden intensiviert. Beides widerspiegelt die Entwicklung der kirchlichen Landschaft in der Schweiz.

Im Jubiläumsjahr hat die AGCK.CH 20 Jahre «Charta Oecumenica» mitgefeiert. Diese Charta, welche auf europäischer Ebene verfasst wurde, stellt auch in der Schweiz die Grundlage der Beziehungen unter den Kirchen dar, nach dem Motto «für die wachsende Zusammenarbeit».

Im Jubiläumsjahr wurde der erste internationale Schöpfungstag am 4. September in Bregenz/A, Lindau/D und Romanshorn/CH mit unseren Schwesterorganisationen gefeiert. Zur Bewahrung der Schöpfung fühlen sich die Kirchen konfessionsübergreifend verpflichtet.

Die AGCK.CH hat mit kirchlichen Partnern aus der Westschweiz das erste «Global Christian Forum» in der Schweiz organisiert. Es ging darum, Beziehungen mit Mitgliedern von Kirchen, die in keinen ökumenischen Gremien vertreten sind, aufzunehmen. Dieses Beispiel illustriert vorbildlich die Arbeitsweise der AGCK.CH: mit Partnerinstitutionen, in Netzwerken, ihrer Wortmarke getreu «für eine gute Ökumene in der Schweiz» einzustehen.

Festrede herunterladen

Gottesdienst
Der Gottesdienst wurde von Michael Bangert, Pfarrer an der Predigerkirche, gemeinsam mit Vertretenden der Gründungskirchen der AGCK.CH gestaltet. Michael Bangert und Karin Schaub hielten die zwei-sprachige Predigt und nahmen die Geschichte der Jünger auf dem Weg nach Emmaus als roten Faden. Die Jünger erleben eine Situation, die mit der kirchlichen Gegenwart vergleichbar sei. «Das Osterlicht leuchtet auch ohne uns. Wir können mit unserer Arbeit, unserem Zusammengehen, wir können mit unserer Arbeit, unserem Zusammengehen, mit unserem Glauben, unserem Hoffen und unserem Lieben, ein kleines Echo, einen bescheidenen Widerschein geben von dem unendlichen Licht Gottes. Konkurrenz ist sinnlos und eigentlich peinlich. Der Widerschein des Lichtes kann abnehmen und zunehmen, das ist nicht unser Verdienst oder unser Versagen. Mit dieser Perspektive gewinnen wir eine Freiheit, die unsere Herzen sehend macht. Eine Perspektive auch, die unsere christliche Ökumene tragfähig und vital macht.»

Predigt herunterladen

Die Zukunft
Eine Podiumsdiskussion mit leitenden Persönlichkeiten der Mitgliedkirchen der AGCK.CH widmete sich der Zukunft der Ökumene in der Schweiz. Sie äusserten sich zur Relevanz der Kirchen in der heutigen Gesellschaft, zu den Themen, bei welchen eine intensivere Zusammenarbeit sinnvoll wäre, oder bei welchen es Schwierigkeiten gibt. Auch wurden sie gefragt, was ihre Kirche bereit ist, in die zukünftige Zusammenarbeit der Kirche «für das Leben der Welt» zu investieren. An der Diskussion nahmen teil:

  • Bischof Dr. Felix Gmür, Präsident der Schweizer Bischofskonferenz
  • Bischof Dr. Harald Rein, Christkatholische Kirche in der Schweiz
  • Bischof Andrej Ćilerdžić, Serbisch-orthodoxe Kirche
  • Pfarrerin Rita Famos, Präsidentin der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz
  • Christian Kuhn, Geschäftsleiter des Réseau évangélique suisse
  • Prof. Dr. Jörg Stolz, Religionssoziologe, als Experte.

Die Jubiläumsveranstaltung endete mit entspannten Gesprächen im Rahmen eines Apéros.

Video (52 Min.) Deutsch & Französisch
Bericht


Zweite Plenarversammlung der AGCK Schweiz im Jahr 2021

Die zweite Plenarversammlung des Jahres 2021 fand am 17. November in Basel statt. Das Treffen war viel kürzer als üblich, dieser Tag war eigentlich ganz dem 50. Jubiläum der AGCK Schweiz gewidmet.

Die Plenarversammlung fand in den schönen Räumlichkeiten der Christkatholischen Kirchgemeinde von Basel statt, im Formonterhof, in einem Raum, in dem die reiche Geschichte des Hauses spürbar ist. In diesem inspirierenden Rahmen trafen die 37 Anwesenden folgende Entscheide:

  • Die Statuten wurden nach einer 2. Lesung genehmigt. Die Mitgliedschaft und die Rechte der Delegierten wurden geklärt und widerspiegeln der Praxis der letzten Jahren jetzt besser. Das Büro (mit je einem Präsidiumsmitglied der Evangelisch-reformierten, der römisch-katholischen und einer anderen Kirche) erhält mehr Kompetenzen.
  • Die Delegierten genehmigten das Budget für das Jahr 2022. Zukünftig soll das Präsidium der Plenarversammlung eine thematische und die damit verbundene Finanzplanung für die folgenden Jahre vorlegen.
  • Das Gesuch der Neuapostolischen Kirche Schweiz (NAK) auf Vollmitgliedschaft wurde diskutiert. Laut Statuten werden neue Mitgliedschaften an zwei Versammlungen traktandiert. Die Plenarversammlung von Juni 2022 wird darüber abstimmen. Zwischen 2007 und 2019 fanden intensive Gespräche mit der NAK statt. Das Spektrum von theologischen Vorstellungen innerhalb der AGCK Schweiz wird durch die Mitgliedschaft der NAK zwar vergrössert, sie vertritt aber keine Positionen, die eine fruchtbare Zusammenarbeit stören.

Mehrere langjährige Mitglieder wurden verabschiedet: Die nächste Plenarversammlung im Juni 2022 wird wohl anders aussehen:

  • Remo Sangiorgio für die CLCCT im Tessin
  • Irma Wehrli für die AKiD in Davos
  • Urban Fink für die SBK
  • Herbert Bodenmann für die Adventisten.

Am Nachmittag fand der Jubiläumsanlass mit den Mitgliedern der Plenarversammlung und 60 weiteren Gästen aus dem In- und Ausland in der Predigerkirche statt.

Berichterstattung


Hohe ökumenische Gäste an der Herbstsynode der Reformierten Kirche

In der Herbstsynode der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz trafen heute das höchste reformierte Gremium auf Bundesrat Ignazio Cassis und Kardinal Pietro Parolin, Staatssekretär des Heiligen Stuhls. In ihren Grusswörtern betonten Gastgeberin wie Gäste die Bedeutsamkeit des Dialogs. Der Präsident der AGCK Schweiz, Milan Kostrešević richtete ein Grusswort an die Versammlung und dankte dem Bundesrat für die Berücksichtigung der besonderen Situation der Kirchen während der Coronapandemie.

1920 wurden die diplomatischen Beziehungen zwischen der Schweiz und dem Heiligen Stuhl wieder aufgenommen und beendeten den sogenannten Kulturkampf. Um dieses Jubiläum zu feiern, besuchte Kardinalstaatsekretär Pietro Parolin dieser Tage die Schweiz und trifft auf Bundesrat und Kirchenspitzen. Im Zeichen der Ökumene und der Diplomatie wohnten der Kardinal und Bundesrat Ignazio Cassis heute der Synode der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz (EKS) in Bern bei.

In seinem Grusswort an das höchste Gremium der Reformierten äusserte Pietro Kardinal Parolin den Wunsch, die Einheit der Christen wiederherzustellen. Er erinnerte die Synodalen daran, ihren Blick immer Richtung Frieden zu richten. Dieses Treffen zeige, dass die diplomatische und ökumenische Arbeit das gleiche Ziel verfolgen: Dass die Menschen in Frieden zusammenleben können.

Bundesrat Ignazio Cassis stellte in seinem Gruss an die Synodalen und Gäste den Dialog in den Mittelpunkt, der in der schweizerischen Ökumene gelebt werde: «Diese Bereitschaft einander zuzuhören – diese Bereitschaft der gelebten Vielfalt ist das Fundament jeder Beziehung! Und sie ist ein wesentliches Merkmal der Schweiz.»

© Christoph Knoch

Milan Kostrešević, Präsident der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in der Schweiz AGCK.CH, dankte dem Bundesrat für die Berücksichtigung der besonderen Situation der Kirchen während der Coronapandemie. «In der Schweiz dürfen wir auf eine lange Geschichte der guten und fruchtbaren Zusammenarbeit zwischen kirchlichen Akteuren und Politik in den einzelnen Kantonen zurückblicken», so Kostrešević, der sich in seinem Votum für stärkere ökumenische Beziehungspflege stark machte.

Die EKS nutzte den Anlass, um Aussenminister Cassis auf die parlamentarische Kultur hinzuweisen, die die Kirchen mit öffentlich-rechtlicher Anerkennung prägen. Eine Kompetenz, die die Eidgenossenschaft der Katholischen Kirche auf der Suche nach synodalen Prozessen gerne zur Verfügung stellt. Präsidentin Rita Famos betonte, was die christlichen Konfessionen über ihr Fundament im Glauben hinaus verbindet: Der Einsatz für Frieden und die Einhaltung der Menschenrechte. An Bundesrat Cassis wandte sie sich mit einer Bitte: «Seien Sie kreativ für neue Wege der Beziehungspflege zwischen Staat, Kirchen und Religionsgemeinschaften, etwa in Gestalt eines formalisierten Austauschs des Bundesrats mit denselben.» Sie betonte, dass die anderen christlichen Konfessionen über die Arbeit im ökumenischen Rat der Kirchen und über ihre Hilfswerke ebenfalls über ein Potenzial verfügen, das der Bundesrat für seine Friedensmission nutzen sollte.

Die interkonfessionelle Begegnung fand im Beisein zahlreicher Gästen aus der Schweizer Ökumene statt: So begrüsste die Synode im Berner Rathaus Bischof Harald Rein von der Christkatholischen Kirche der Schweiz, Renata Asal-Steger, die Präsidentin der Römisch-katholischen Zentralkonferenz und deren Generalsekretär, Daniel Kosch, Bischof Felix Gmür, Präsident der Schweizer Bischofskonferenz, Abt Urban Federer, Verantwortlicher für den ökumenischen Dialog, sowie Erwin Tanner, Generalsekretär der SBK.

Bildlegende, rechts
V.l.n.r: Milan Kostrešević, Bischof Felix Gmür, Kardinal Pietro Parolin, BR Ignazio Cassis, Pfarrerin Rita Famos, Evelyn Borer (Präsidentin der Synode EKS) und Bischof Harald Rein


Forum chrétien romand mit begeisterten Teilnehmenden

Das erste «Global Christian Forum» in der Westschweiz ist am 13. Oktober in Leysin (VD) zu Ende gegangen und die Teilnehmenden sind begeistert. «Dieses Forum hat uns daran erinnert, dass das, was uns eint, viel stärker ist als das, was uns trennt: Jesus Christus, wahrer Gott und wahrer Mensch, vom Vater gesandt und Geber des Heiligen Geistes, um uns in ihm zu vereinen», berichteten die Teilnehmenden einstimmig. Jesus Christus lehrt uns, Gott an die erste Stelle zu setzen, ihn über alles zu lieben und sein neues Gebot der gegenseitigen Liebe zu leben.

Nicht ich habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt (Joh 15,16)
Leitvers des Forums

Die Gründer des «Global Christian Forum» (GCF) – die Initiative ergriff der Ökumenische Rat der Kirchen (ÖRK) –, auf dessen Modell dieses Forum in Leysin basiert, wurden von Anfang an von der Frage geleitet: Wer fehlt am Tisch? Welche Kirchen sind auf ökumenischen Plattformen, egal auf welcher Ebene, nicht vertreten? Bei der Gründung des GCF wollten sie zu gleichen Teilen (50:50) die so genannten historischen Kirchen (die Mitglieder des ÖRK sind oder mit ihm regelmässig im Austausch stehen), und die anderen, (evangelische, pfingstliche oder charismatische Kirchen, die nicht vertreten sind) an einen Tisch bringen. Es geht nicht darum, theologische Streitfragen zu klären, sondern – als ersten Schritt, ohne den keine weiteren möglich sind – sich gegenseitig als Frauen und Männer zu entdecken, die ihr Leben in Christus setzen.

Dieser Ehrgeiz hat auch das Organisationsteam des Forums, zu dem die AGCK Schweiz gehörte, beflügelt, das gerade in Leysin zu Ende gegangen ist. Die meisten von ihnen waren 2018 von ihren Kirchen am ersten «Forum chrétien francophone» in Lyon delegiert worden und waren begeistert von der Originalität und Relevanz des vom GCF entwickelten Ansatzes nach Hause zurückgekommen. So wurde im Februar 2019 entschieden, ein solches Forum in die Westschweiz anzubieten. Das erste Forum chrétien romand fand vom 10. bis 13. Oktober 2021 statt.

Obwohl das 50:50-Ziel für diese Ausgabe in Leysin nicht erreicht wurde, entsandten einige Kirchen zum allerersten Mal eine Vertretung. Dies ist ein grosser Schritt nach vorn und wird hoffentlich zum Entstehen dauerhafterer Beziehungen führen. Zum Zeitpunkt der Bewertung bewies der Enthusiasmus, trotz einzelnen Befürchtungen (versteckte Absichten?), der etwa 60 Personen, die am ganzen Forum teilnahmen, einmal mehr: Die Intuition der Gründer des GCF ist richtig, der Weg zur Einheit besteht darin, sich gegenseitig als Christmenschen kennenzulernen. So sagte ein Teilnehmer: «Nach drei Tagen kenne ich die Teilnehmenden besser als manche Leute, denen ich seit Jahren in ökumenischen Gremien begegne».

Vertreterinnen und Vertreter von vielen Kirchen – römisch-katholischer, christkatholischer, reformierten, orthodoxen, anglikanischer, Freikirchen, pfingstlichen, Adventisten, Heilsarmee, Baptisten und Mitglieder von Gemeinschaften und Bewegungen – kamen zusammen, indem sie in kleinen Gruppen ein persönliches Zeugnis ihres Glaubensweges ablegten und das, was sie verbindet, in den Vordergrund stellten.

In einem gemeinsamen Text («Échos du Forum») rufen sie ihre Kirchen, Gemeinschaften und Bewegungen dazu auf, «es zu wagen, die Grenzen, die uns trennen, zu überschreiten, um in liebender Gemeinschaft Zeugnis von Christus zu geben, der uns befreit und will, dass alle zur Erkenntnis seiner Wahrheit kommen».

«Wir sind auf den Berg gegangen, nicht um unsere theologischen Differenzen zu klären, sondern um uns besser kennen zu lernen und uns vom Heiligen Geist berühren zu lassen. So viele Dinge scheinen uns zu trennen; wir haben oft Bilder von anderen, die nicht der Wahrheit entsprechen. Wir vergessen unsere gemeinsamen Wurzeln und dass wir in ein und demselben Haus leben: wir sind «Gottes Volk (1 Pe 2,5-10)».

Die unterschiedlichen kirchlichen und theologischen Sensibilitäten kamen auch in den Gebeten und der Vielfalt der musikalischen Traditionen zum Ausdruck, in den Zeiten des Austauschs, den Workshops, den biblischen Meditationen (zum Leitvers des Forums, Joh 15,16) und während der öffentlichen Feier in Aigle.

Die Entdeckung anderer christlicher Gemeinschaften erfolgte auch durch den Besuch von kirchlichen Stätten in der Region. Der Reichtum und das Engagement für das Gemeinschaftsleben, das Gebet und die Ausbildung sowie die gemeinsamen Aktionen mehrerer Kirchen sind Quellen der Inspiration für jede einzelne.

Flyer des Forums
Échos du forum, à l’intention des Églises et communautés, English Version
Summary in English
Interview von Huibert van Beek (FCM) und Catherine Wüthrich (RES) (Radio R)
Interview von Huibert van Beek (ProtestInfo)
Artikel in Riviera Chablais
Mitteilung des Réseau évangélique suisse

Webseite des Global Christian Forum (in English)

Ansatz eines Forums

  • In kleinen Gruppen, in drei Schritten, erzählt jede Person in sieben Minuten ihren «Weg mit Jesus Christus». In einer Zehner-Gruppe sind das für jede, für jeden sieben Minuten zum Sprechen und 63 Minuten zum Zuhören.
  • In einem zweiten Schritt wird in derselben Gruppe über die Resonanz des Gehörten ausgetauscht.
  • In der dritten Phase schliesslich werden sich die Mitglieder der Gruppe fragen, wie sie gemeinsam Zeugnis ablegen können, wie sie «hingehen und Frucht bringen» können (das Hauptanliegen eines Forums).

Méthodologie des témoignages de foi


Aufnahme der Freikirchen in den Schweizerischen Rat der Religionen

An seiner Sommerklausur vom 9. September 2021 in Spiez hat der Schweizerische Rat der Religionen (SCR) einstimmig beschlossen, die Freikirchen in der Schweiz als volles Mitglied aufzunehmen. Die Schweizerische Evangelische Allianz (SEA), der Réseau évangélique suisse (RES) und der (deutschschweizer) Dachverband der Freikirchen (VFG) werden durch Pastor Jean-Luc Ziehli vertreten. Mit dieser Erweiterung werden der inter­religiöse Dialog und die Förderung des religiösen Friedens in der Schweiz gestärkt.

Der Beschluss vom 9. September 2021 ist das Ergebnis eines Prozesses, in dem der Dialog zwischen den Freikirchen und den anderen Religionsgemeinschaften weiterentwickelt wurde. Jean-Luc Ziehli konnte bereits als Gast an den SCR-Sitzungen teilnehmen. Diese Phase ermöglichte es den drei freikirchlichen Institutionen schliesslich, eine klare Position zum interreligiösen Dialog festzulegen.

Rechts, Fotolegende
v.l.n.r Dr. Stefanos Athanasiou, Dr. Ralph Lewin, Pastor Jean-Luc Ziehli, Dr. Farhad Afshar, Bischof Dr. Harald Rein (Präsident SCR), Pfarrerin Rita Famos, Dr. Montassar BenMrad (Vize-Präsident SCR), Dr. Abel Manoukian (Generalsekretär), Bischof Dr. Felix Gmür

Webseite SCR


1. internationaler Tag der Schöpfung: Eindrücke

Als Kurt Zaugg, Leiter der oeku Kirchen für die Umwelt und ich am 12. September 2019 nach München reisten, ahnten wir gar nicht, was auf uns zukommen würde. Es wurde uns angeboten, den ersten internationalen Schöpfungstag mit zu organisieren. Es war sofort klar, dass wir mitmachen, und dass dieser Tag am Bodensee stattfindet zum Thema … Wasser. Der See verbindet grenzüberschreitend 5 Millionen Menschen und Wasser ist in ökologischer und biblischer Hinsicht von existenzieller Bedeutung.

Von Anne Durrer
Generalsekretärin der AGCK.CH

Zwischen September 2019 und September 2021 liegen eine beträchtliche Anzahl von Treffen in den unterschiedlichsten Konstellationen und der damals absolut unvorstellbare «Faktor Covid-19». Viele Sitzungen fanden digital statt, was geographisch auch Vorteile hatte. Vieles wurde aber verkompliziert, Stichwort: Schutzkonzept, verbindliche Anmeldungen usw., Zertifikate, die kontrolliert werden müssen usw. und die dauernde Unsicherheit, ob der Anlass überhaupt stattfinden kann. Und:

Ströme lebendigen Wassers
Der rote Faden wurde festgelegt: «Damit Ströme lebendigen Wassers fliessen»

Das «MS Alpenstadt Bludenz» wurde reserviert, Abfahrt von Bregenz um 13 Uhr

Die lokalen Vorbereitungsteams setzten sich ans Werk, interkonfessionell – unser Tag ist ökumenisch, die SchöpfungsZeit und die Bewahrung der Schöpfung finden seit Jahren eine wachsende Resonanz.

Musiker wurden verpflichtet, vom Lindauer Bläserensemble in Bregenz, russisch-orthodoxen Chor in Lindau bis zum Alphorn-Duo und Organist in Romanshorn. Dort fand nach dem Gottesdienst ein Empfang zum 50-jährigen Jubiläum der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in der Schweiz (AGCK.CH) statt mit Grussworten, Geschenken und feinem Apero.

Die Feier
Im Laufe des Sommers sorgte nicht nur die Pandemie für Bedenken, sondern auch das nasse Wetter. Der Gott der Schöpfung zeigte sich aber sehr grosszügig: Der Tag der Schöpfung fand am 4. September unter glänzender Sonne statt, der See strahlte sowie die Gesichter der etwa 100 Frauen und Männern, die die Reise miterlebten.

In Bregenz wurde eine Wassersegnung vom rumänisch-orthodoxen Priester Ovidiu Cozma und dem Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland, Erzpriester Radu Constantin Miron, gefeiert. Es ist kein Zufall, dass die von Cozma gesungene Liturgie uns «unter die Haut» ging: Cozma ist auch als Opernsänger in St. Gallen tätig.

In Lindau wurden wir eingeladen, die wunderschöne Naturkulisse wahrzunehmen und dafür zu danken. Auch ermutigte Bertram Meier, Bischof von Augsburg, alle, sich für die Umwelt zu engagieren, «es ist bereits fünf nach 12».

Die Predigt
In Romanshorn predigte Harald Rein, Bischof der Christkatholischen Kirche: «Jeder Christ ist wie ein lebendiges Wasser beziehungsweise ein Träger des Heiligen Geistes». «In der heutigen Zeit des Säkularismus bleibt aber die kritische Rückfrage an die Kirche heute und damit an uns: Tun wir für das Fliessen von Strömen lebendigen Wassers das Richtige? Reden wir zu leise? Zeigen wir das zu wenig?» Dass zum überzeugenden Handeln auch Taten gehören, verdeutlicht das Soziale Bekenntnis der Evangelisch-methodistischen Kirche, das im Gottesdienst aufgenommen wurde: «Wir bezeugen, dass die natürliche Welt Gottes Schöpfungswerk ist. Wir wollen sie schützen und verantwortungsvoll nutzen».

Predigt

3G neu gedeutet
Die neue «3G-Regel» galt auch für diesen Tag und verursachte keine unschönen Szenen. Ich staunte trotzdem, als ausgerechnet ein hoher orthodoxer Würdenträger – Erzpriester Radu Constantin Miron – auf dem Schiff zum Mikrophon griff und nochmals die Gültigkeit der 3-G-Regel betonte ….    GETAUFT    GEMEINSCHAFTLICH    GLÜCKLICH

Besser hätte sie für diesen ersten internationalen Tag der Schöpfung nicht treffen können.

Bildergalerie
Auf der Webseite der ACK. Anschauen

Gemeinsam mit dem Ökumenischen Rat der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) und der ACK in Deutschland und in Bayern wurde mit vielen lokalen Partner:innen zur internationalen Feier zum Tag der Schöpfung am 4. September 2021 eingeladen. Der Tag ist ein Jubiläumsprojekt der AGCK Schweiz, die 2021 ihr 50-Jubiläum feiert.


Die Landeskirchen tragen die Ausweitung der Covid-Zertifikatspflicht mit

Die vom Bundesrat am 8. september 2021 vorgestellten, weiterführenden Massnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung der Corona-Pandemie werden von der Evangelisch-reformierten Kirche (EKS) und der Schweizer Bischofskonferenz (SBK) unterstützt. Die beiden Landeskirchen erachten die Anhebung der zertifikatsfreien Grenze für Gottesdienste und religiöse Veranstaltungen auf 50 Personen als Ergebnis der Einwirkung der Landeskirchen im Rahmen der Vernehmlassung. Sie sehen sich in der Pflicht, in dieser herausfordernden Lage für alle Menschen auch weiterhin offene und sichere Gottesdienste feiern zu können.

Die steigenden Zahlen von Corona-Infektionen und Hospitalisationen deuten auf eine vierte Welle der Pandemie hin. EKS und SBK betrachten diese Entwicklungen mit Sorge und sind gewillt, ihren Beitrag zur Eindämmung weiterhin zu leisten und sich in ihren Reihen für wirkungsvolle Schutzmassnahmen einzusetzen. Das im Frühling 2021 vom Bundesrat mit der Einführung des Corona-Zertifikats implementierte Ampelsystem hatte die religiösen Veranstaltungen bisher dem «grünen Bereich» zugeordnet. Demnach waren sie von der Anwendung des Zertifikats aufgrund von elementaren Freiheits- und Grundrechten explizit ausgeschlossen. Neu wird die Zertifikatspflicht breiter anwendbar, jedoch abgestuft nach «grundrechtsrelevanten» und anderweitigen Veranstaltungen. Die beiden Landeskirchen danken dem Bundesrat, dass er den Zugang zu Gottesdiensten und religiösen Veranstaltungen als wichtig erachtet und die Zertifikatspflicht erst ab einer Anzahl von 50 Personen fordert. Sie erachten es als Ergebnis des Einwirkens der Kirchen bei der Landesregierung im Vorfeld des aktuellen Entscheids.

Abdankungen
EKS und SBK kritisieren, dass Abdankungen und andere, auch nicht-kirchliche Bestattungsrituale, nicht generell vom Zertifikatserfordernis ausgenommen sind. Die Möglichkeit, gemeinsam zu trauern und Abschied zu nehmen ist ein wesentliches Element der persönlichen und gesellschaftlichen Bewältigung von Krisensituationen. Mit Blick auf die pandemiebedingte Situation tragen die beiden Kirchen die strengeren Schutzvorschriften mit und hoffen, dass die Massnahmen wirken. Sie werden sich weiterhin aktiv beim Bundesrat dafür einsetzen, dass Abdankungen von der Zertifikatspflicht ausgenommen werden.