Ausweitung der Taufanerkennung

Am 21. April 2014 feierte die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in der Schweiz AGCK CH die Erneuerung und Ausweitung der Taufanerkennung unter ihren Mitgliedkirchen. Die Feier fand in Riva San Vitale TI statt. Der unterzeichnete Text mit Kommentaren wurde in einer Broschüre veröffentlicht.

Das Dokument zur gegenseitigen Taufanerkennung wurde von folgenden Kirchen unterzeichnet: Römisch-katholische Kirche durch die Schweizer Bischofskonferenz SBK, Schweizerischer Evangelischer Kirchenbund SEK, Evangelisch-methodistische Kirche Schweiz, Christkatholischen Kirche in der Schweiz, Church of England Archdeaconry of Switzerland und Bund Evangelisch-Lutherischer Kirchen in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein (BELK).

Die Haltung der Heilsarmee und des Bundes der Schweizer Baptistengemeinden ist im Kommentar zum Dokument erläutert. Die orthodoxen Mitgliedkirchen der AGCK CH waren an der Erstellung des Dokuments beteiligt, ihre Stellungnahme ist ebenfalls im Kommentar enthalten.

Nach 41 Jahren neues Dokument

1973 unterzeichneten die Römisch-katholische Kirche durch die SBK, der SEK einschliesslich der Evangelisch-methodistischen Kirche in der Schweiz und die Christkatholische Kirche in der Schweiz die erste gegenseitige Taufanerkennung. Das Dokument von Riva San Vitale bestätigte und präzisierte nach 41 Jahren dieses Dokument. Dazu war die Mitunterzeichnung weiterer Mitgliedkirchen ein wichtiger Schritt zur Einheit der christlichen Kirchen.

Zur Unterzeichnung wurde eine Broschüre mit dem Text in Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch publiziert. Das Baptisterium in Riva San Vitale

Die AGCK CH wählte dieses Baptisterium bewusst zur Unterzeichnung der gegenseitigen Taufanerkennung aus. Es ist das älteste christliche Bauwerk der Schweiz und stammt aus dem 5. Jahrhundert.

In der Mitte des Baus befinden sich die beiden Taufbecken. Sie sind übereinander angeordnet: Das erste achteckige Becken ist in den Boden eingelassen. Dieses Becken wurde für die Erwachsenen benutzt. Das zweite runde Taufbecken wurde auf das erste gesetzt.

Die verschiedenen Taufbecken aus unterschiedlichen Epochen der Kirchengeschichte bezeugen die Entwicklung der Taufpraktiken während der Jahrhunderte, wie sie sich auch in den Mitgliedkirchen der AGCK niedergeschlagen haben. Dieser historische Ort ist Zeugnis für die grundlegende Bedeutung der Taufe für die christlichen Kirchen und den christlichen Glauben. Er steht für den gemeinsamen Beginn und die Verbundenheit der Kirchen im Glauben und in der Taufe.

Unterzeichnung des Dokuments. v.r.n.l.: Archdeacon Peter Potter, Anglikanische Kirche, Domherr Claude Ducarroz, SBK, Bischof Harald Rein, Christkatholische Kirche, Pfarrerin Dagmar Magold, Bund der Evangelisch-Lutherischen Kirche, Bischof Charles Morerod, SBK und Vizepräsident der AGCK CH, Pfarrerin Rita Famos, SEK und Präsidentin der AGCK CH. © Foto Ti-PressUnterzeichnung des Dokuments. v.r.n.l.: Archdeacon Peter Potter, Anglikanische Kirche, Domherr Claude Ducarroz, SBK, Bischof Harald Rein, Christkatholische Kirche, Pfarrerin Dagmar Magold, Bund der Evangelisch-Lutherischen Kirche, Bischof Charles Morerod, SBK und Vizepräsident der AGCK CH, Pfarrerin Rita Famos, SEK und Präsidentin der AGCK CH. © Foto Ti-Press

 

 

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