Politisches Engagement lohnt sich für christliche Jugendverbände

Das Bundesamt für Sport BASPO hat die Zusammenarbeit mit zehn christlichen Jugendverbänden, die teils über zwanzig Jahre Ausbildungslehrgänge und Lager in Zusammenarbeit mit Jugend und Sport (J+S) durchgeführt hatten, per Ende 2017 gekündigt und die Fördergelder gestrichen.

Bildlegende: Kundgebung auf dem Bundesplatz (1.7.2017)  Bild: Herbert BodenmannBildlegende: Kundgebung auf dem Bundesplatz (1.7.2017) Bild: Herbert Bodenmann


Diese Verbände stellten die Glaubensförderung zu sehr in den Mittelpunkt, schloss sich das BASPO der Argumentation des Bundesamts für Sozialversicherungen an. Diese Jugendverbände können damit unter dem Label J+S keine Leiter mehr ausbilden und die lokalen Gruppen keine J+S-Lager mehr durchführen. Während der Vernehmlassung zu den Verordnungsanpassungen hat der Bundesrat nun entschieden, die nachteilige Verordnungsänderung doch nicht in Kraft zu setzen. 

Der Schweizerische Evangelische Kirchenbund und die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in der Schweiz haben sich an der Vernehmlassung beteiligt. An der Kundgebung am 1. Juli 2017 haben 1‘400 Jugendlichen und Kindern auf dem Bundesplatz teilgenommen. Bundesparlamentarier und –parlamentarierinnen haben sich bei Bundesrat Guy Parmelin für die Anliegen der betroffenen christlichen Jugendverbände eingesetzt.

Gegenwärtig werden Gespräche zwischen einer Delegation des BASPO und den christlichen Jugendverbänden geführt, um zu klären, unter welchen Bedingungen die jahrzehntelange gute Zusammenarbeit weitergeführt werden kann. Das politische Engagement hat sich gelohnt.

Quelle: APD


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