AGCK.CH verurteilt Anschlag auf Kopten

Am Sonntag wurden in Kairo in der Petrus-Kirche bei einem Anschlag mindestens 25 Menschen getötet und 31 verletzt. Der Präsident der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in der Schweiz, Bischof Dr. Harald Rein, spricht „unseren Koptisch-orthodoxen Glaubensgeschwistern in grosser Betroffenheit die tiefe Anteilnahme der Christen in der Schweiz aus.“ Dazu verurteilt er „aufs Schärfste diesen Anschlag“. Es war der verheerendste Anschlag in Ägypten seit dem Attentat auf eine Kirche in Alexandria 2010.

Bischof Rein bittet die Christinnen und Christen in der Schweiz um die Fürbitte für ihre Glaubensgeschwister. Die AGCK.CH wird der koptischen Gemeinde noch direkt ihre Anteilnahmen aussprechen.

Bischof Rein ist besonders betroffen, da er erst vor zwei Wochen in Beirut mit dem Ökumenischen Rat für den Mittleren Osten zusammentraf, um sich über die schwierige Situation der Christen im Nahen Osten und Hilfsmöglichkeiten zu informieren. Er war in Begleitung von Dr. Abel Manoukian (Sekretär des Schweizer Rates der Religionen) und Prof. Dr. Urs von Arx. Die Antwort vom Direktor Tarek Adbel Sater war deutlich: Helfen könne man „durch konkrete Hilfe vor Ort und internationalen politischen Druck des Westens, damit die Christen bleiben können und nicht flüchten müssen. Leider haben das viele in Europa bis heute nicht begriffen“. 

Der Anschlag in Kairo verschärft die Situation nochmals. Die Petrus-Kirche gehört zur St.-Markus-Kathedrale, dem Sitz des Patriarchen Tawadros II.. Er ist das Oberhaupt der koptischen Kirche. Etwa jeder 10. Ägypter ist Christ.

Christiane Faschon, Generalsekretärin der AGCK.CH

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