Oecumenica-Label

Was ist das Oecumenica-Label der AGCK?

Das Oecumenica-Label ist ein nationales Gütesiegel für beispielhafte ökumenische Arbeit. Es besteht aus einer Urkunde, einem Logo, also einem Markenzeichen, das für die Kommunikation eines ausgezeichneten Projekt verwendet werden darf, und aus einem Eintrag auf der Webpage der AGCK.

Was zeichnet das Logo aus?

Die AGCK will wegweisende ökumenische Projekte in unserem Land wahrnehmen, fördern und gute Ideen verbreiten. Ihr Ziel ist es, Kirchen zu ermutigen und zu unterstützen, mit zukunftweisenden und beharrlichen Schritten zunehmend sichtbar und erfahrbar zu machen, dass sie in Jesus Christus eins sind: Zusammenarbeit und gemeinsames Gebet trotz traditioneller Verschiedenheit.

Das Oecumenica-Label hilft, ökumenische Projekte bekannt zu machen. Es zeigt, was gemeinsam möglich ist und dass Ökumene in unserem Land lebt. Das Label ist überdies eine Massnahme der AGCK, um die ökumenischen Leitlinien der Charta Oecumenica (8.1) bekannt zu machen.

Wer wird mit dem Oecumenica-Label ausgezeichnet?

Es werden ökumenische Projekte ausgezeichnet, die von Einzelpersonen, (Kirch-) gemeinden, Pfarreien oder kirchlichen Organisationen durchgeführt werden. In den Label-Kriterien (verlinken) wird deutlich, welche Projekte in Frage kommen. Lokale, regionale, überregionale und nationale Projekte, die christliche Konfessionen verbinden, können angemeldet werden..

Was bringt das Oecumenica-Label?

Wer das Oecumenica-Label auf seinen Drucksachen, in der Werbung und im Internet gebrauchen darf, bürgt für qualitativ gute Ökumene, die einer strengen Überprüfung standgehalten hat. Das Label unterstützt ein Projekt und macht es national publik und zugänglich über die Webpage AGCK. Die Verleihung des Labels kann als Event gestaltet werden, der einem Projekt zusätzliche Publizität verleiht.

Wie geht man vor: Gesuch an die AGCK

Projektverantwortliche stellen ein Gesuch um Verleihung des Oecumenica-Labels an das Generalsekretariat der AGCK, Christiane Faschon, Nollenstr. 3, 8572 Berg , 071 636 15 06,  Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!  .

Legen Sie alle Unterlagen bei, die einem Aussenstehenden zeigen, worum es sich handelt und wie es funktioniert. Das Generalsekretariat wird den Eingang bestätigen, nötigenfalls genauere Unterlagen anfordern und dann das Gesuch weiterleiten an die Labelkommission der AGCK.

Diese besteht aus Persönlichkeiten aus Mitgliedkirchen der AGCK und wird vom Präsidium der AGCK gewählt. Das Projekt und seine Teilbereiche müssen den Mitgliedern der Labelkommission jederzeit zugänglich gemacht werden. Die Labelkommission prüft das angemeldete Projekt nach den Kriterien und stellt dem Präsidium der AGCK gegebenenfalls Antrag auf Verleihung des Oecumenica- Labels. Sie begründet ihren Antrag mit einem Dokument, das darlegt, wie das Projekt den Kriterien genügt.

Wie wird das Ökumene-Label verliehen?

Das Präsidium der AGCK entscheidet über die Auszeichnung mit dem Öecumenica-Label. Das Generalsekretariat vereinbart mit den Projektverantwortlichen einen geeigneten, öffentlichen, wenn sinnvoll gottesdienstlichen Anlass, an dem das Label medienwirksam verliehen wird.

Die Verleihung wird möglichst vom Vorsitz des Präsidiums AGCK vorgenommen, mit Unterstützung des Generalsekretariats. Die Labelkommission ist zur Verleihung eingeladen. Von der öffentlichen Verleihung an ist das Projekt berechtigt, seine Publikationen mit dem Logo des Oecumenica-Labels zu kennzeichnen.

Kriterien der Verleihung

  1. Das Projekt setzt eine oder mehrere der Selbstverpflichtungen der Charta Oecumenica beispielhaft um. Die Charta (Leitlinien für die wachsende Zusammenarbeit unter den Kirchen in Europa) wurde 2001 erlassen vom Rat der Europäischen Bischofskonferenzen CCEE und von der Konferenz Europäischer Kirchen KEK und 2005 von den Mitgliedkirchen der AGCK in Saint-Ursanne unterzeichnet. Die Charta ist beim Generalsekretariat erhältlich und über Internet zugänglich.
  2. Das Projekt ist ein Brückenschlag unter mindestens drei verschiedenen Kirchen. Projekte an kleineren Orten kommen eventuell in Frage, auch wenn nur zwei Kirchen beteiligt sind.
  3. Es fördert Verständnis für unterschiedliche Glaubenserfahrung, Spiritualität und Theologie christlicher Konfessionen und die Hoffnung auf Einheit.
  4. Das Projekt hat exemplarischen Charakter. Die Idee kann auch andernorts aufgenommen und umgesetzt werden.
  5. Das Projekt verfügt über eine gewisse Nachhaltigkeit. Es funktioniert über einen längeren Zeitraum oder wird regelmässig durchgeführt. Einmalige Events kommen für eine Auszeichnung weniger in Frage.
  6. Das Projekt ist kirchlich verankert. Es ist von den zuständigen Stellen der beteiligten Kirchen genehmigt oder mit Zustimmung zur Kenntnis genommen.
  7. Das Projekt ist offen, d.h. weitere Kirchen, die dies wünschen, können dazu stossen.
  8. Die Finanzierung des Projekts ist transparent. Finanzquellen, Budget und Rechnung können von jedermann eingesehen werden.
  9. Das Projekt zeichnet sich durch effiziente Kommunikation gegenüber allen beteiligten Kirchen aus, vertikal, zu den leitenden Personen und Gremien der beteiligten Kirchen, horizontal, zu ihren Mitgliedern und zur Öffentlichkeit.
  10. Das Projekt ermöglicht Mitwirkung Interessierter und fördert Massnahmen der Qualitätskontrolle (Feedback, Auswertung, Veränderbarkeit u.a.).

Wie lange ist die Verleihung des Labels gültig?

Die Urkunde, die einem Projekt verliehen wird, nennt die Laufzeit. Sie kann je nach Projekt variieren, beträgt aber in der Regel drei Jahre. Nach Ablauf der Laufzeit beantragen die Projektverantwortlichen eine Verlängerung des Ökumene-Labels für ihr Projekt.

Sie gehen dazu gleichermassen vor wie beim ersten Gesuch. Die Labelkommission prüft das Projekt erneut und stellt wieder Antrag an das Präsidium. Normalerweise wird die Verlängerung auf dem Korrespondenzweg gewährt. Ein erneutes Label-Event, ähnlich wie die Verleihung, kann beantragt werden.

Ausgezeichnete Projekte

Die ausgezeichneten Projekte werden ab Ende 08 auf dieser Seite vorgestellt. Hier finden sie ebenfalls einen Kurzbeschrieb, eine kurze Begründung des Präsidiums für die Auszeichnung sowie wichtige Ansprechpersonen.

 

Zusätzliche Informationen